18. 3. 2011 08:28 − 4552× − 0

Legends of Speed

Publikumsnah, landschaftlich reiz- und fahrerisch anspruchsvoll – so lässt sich die Streckenführung der „Legends of Speed“ beschreiben.

Attraktive Strecken zur Genehmigung eingereicht

Publikumsnah, landschaftlich reiz- und fahrerisch anspruchsvoll – so lässt sich die Streckenführung der „Legends of Speed“ beschreiben. Die Organisatoren haben die 17 Wertungsprüfungen den sächsischen Behörden zur Genehmigung vorgelegt. Streckenchef Wolfgang Kießling sagt: „Es sind tolle Strecken dabei, die Fahrer und Fans begeistern werden. So geht es am Freitag gleich bei der ersten Prüfung vorbei an der malerischen Neudeckmühle in Klipphausen. Ein echter Leckerbissen wird auch der Innenstadt-Rundkurs in Görlitz werden.“ Ebenso werden die legendären Rennstrecken in Lückendorf sowie der Grand-Prix-Kurs des Sachsenring unter die Räder genommen. Ein Highlight der Streckenplanung versteckt sich jedoch im Erzgebirge.

Der „Knaller“ im Osten

Zwischen Aue und Schwarzenberg liegt die 6.500-Einwohner-Gemeinde Grünhain-Beierfeld. Der Stadtrundkurs in Grünhain hat sich seit seiner „Erstbefahrung“ im Rahmen der Rallye Wismut 1980 zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Durch den Ort winden sich enge Straßen, die keine Fehler verzeihen; Präzision und ein exakter Aufschrieb sind hier die halbe Miete. Zwischen Klostermauer und Wohnhäusern gilt es alles fahrerische Können in die Waagschale zu werfen und den johlenden Zuschauern eine großartige Show zu bieten. Die besten Haltungsnoten bekommen diejenigen zugesprochen, die „alle Viere“ in der Luft haben. Für einige Teams endete dieser Versuch auch schon mal unsanft in der Klostermauer, aber für die Teilnehmer und Fans der „Legends of Speed“ wird diese Wertungsprüfung sicher ein besonderer Genuss werden. Denn wenn sich die Legenden ein Stelldichein in Grünhain geben, wird der gesamte Ort wieder ins Rallyefieber verfallen.

Werbung in eigener Sache

Am vergangenen Wochenende nutzten die Organisatoren der „Legends of Speed“ die Gelegenheit, sich auf der RETRO CLASSIC in Stuttgart zu präsentieren. In vielen interessanten Gesprächen konnten die Rallyeveranstalter das Motto „power & style“ beim fachkundigen Publikum platzieren. „Man kennt die Veranstaltung inzwischen und findet den Aufbau einer solchen historischen Rallye gut“, zieht Wolfgang Kießling ein positives Fazit und ergänzt: „Besonders spielt natürlich die Stadt Dresden mit ihrem einmaligen Flair und nicht zuletzt die Zuschauer eine große Rolle. So wird die Motor Presse Stuttgart mit dem stellvertretenden Chefredakteur der Motor Klassik, Hans-Jörg Götzl, an der Veranstaltung teilnehmen.“ Die Stuttgarter Fachmesse gilt neben der Techno-Classica in Essen (30. März bis 3. April 2011) als der Treffpunkt der Klassiker-Branche.

Die Europameister kommen!

Wie von Teamkoordinator Ulli Windt angekündigt, sind in den letzten Tagen die Nennungen von Team Germany 1 im Rallyebüro eingetroffen. Angeführt wird die Truppe von Wolfgang Pfeiffer aus Verl und Ulli Windt aus Fischerhude in einem Porsche 911 der ersten Generation – mit 2-Liter-Motor, gut 170 PS und relativ schmalen Reifen. Deutlich breiter ist der jüngere 911 Carrera der Niedersachsen Claus Ellermann und Harald Siems. Die Kernzelle von Team Germany 1 liegt im westfälischen Gütersloh, von dort werden Gerd Sonntag mit einem 1600er Mitsubishi Lancer und Franz Fölling zur „Legends of Speed“ anreisen. Der Senior der Truppe wird voraussichtlich jenen Simca Rallye 3 einsetzen, mit dem er in den Siebzigern zahlreiche Klassensiege in der Deutschen Meisterschaft feierte. Das optisch und akustisch aufregendste Auto fahren Burghard Brink und Lothar Bökamp: einen Lancia Stratos. Der als Mittelmotor eingebaute V6 stammt aus einem Formel-1-Ferrari. Die breite und superflache Kunststoff-Karosse fasziniert jeden Betrachter. Die Saarländer Rainer Schwedt und Hans Werner Woll runden die Mannschaft ab mit einem Ford Escort Twin Cam aus den Sechzigern – ein Auto, mit dem schon Ove Andersson und Hannu Mikkola Siege an ihre Fahnen hefteten.

Auch in der Regularity-Kategorie sind die Fahrer vom MSC Gütersloh vertreten. Hermann Lüke und Martin Oberteicher werden mit einem Sunbeam Tiger starten, der von einer bulligen Ford-V8-Maschine angetrieben wird. Vor den „Legends of Speed“ wird Team Germany 1 den ersten Europameisterschaftslauf der Saison 2011 bestreiten. Die „Rallye Sanremo Storico“ findet in den italienischen Seealpen statt und ist eines der Vorbilder für die sächsische „Legends“.

Spezialisten mit Herzblut

Wenn Joachim Graf von Finckenstein seinen mattschwarzen MB 300 SL zündet, vertraut er immer auch auf die Erfahrungen von HK Engineering. Die hoch spezialisierten Experten kümmern sich ausschließlich um dieses eine Modell und die vielfältigen Wünsche ihrer Eigentümer. Ob klassische Motorüberholung oder extravagante Umbauten – kein Flügeltürer gleicht dem anderen. Dafür sorgen 40 Spezialisten, die im oberbayerischen Polling ein ganz besonderes Kleinod automobiler Kultur ihre Heimat nennen. Und auch im historischen Rennsport ist HK Engineering erfolgreich. Zahlreiche internationale Erfolge wurden seit 1995 errungen (z.B. Goodwood, La Carrera Panamericana, Tour Auto, Nürburgring). Seit 2010 besitzt das Unternehmen für die 300 SL-Rennversionen ein spezialisiertes Serviceteam. Für Joachim Graf von Finckenstein ist das die beruhigende Basis, um zur „Legends of Speed“ den 300 SL schnell und spektakulär über die Strecke zu jagen.

Ein besonderer Dank gilt allen Partnern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.

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